Generative KI

auch: Generative AI · GenAI · Generative künstliche Intelligenz

Kurz gesagt: Generative KI bezeichnet KI-Systeme, die neue Inhalte erzeugen – Texte, Bilder, Audio oder Code. Sie lernen Muster aus grossen Datenmengen und erstellen daraus eigenständig neue, plausible Ergebnisse.

Generative KI ist die Art von Künstlicher Intelligenz, die seit 2023 für Aufsehen sorgt. Anders als analysierende Systeme, die nur einordnen oder vorhersagen, erzeugt generative KI neue Inhalte: Sie schreibt Texte, gestaltet Bilder, programmiert Code oder fasst Dokumente zusammen. Grundlage sind grosse Modelle wie Sprachmodelle (z. B. Claude), die aus riesigen Datenmengen gelernt haben.

Definition

Generative KI umfasst Modelle, die anhand gelernter Muster neue Inhalte erzeugen, statt nur vorhandene zu analysieren[1]. Dazu gehören Texte, Bilder, Musik, Videos und Programmcode.

Der Durchbruch gelang mit grossen, auf riesigen Datenmengen trainierten Modellen – insbesondere grossen Sprachmodellen (LLMs) für Text und Diffusionsmodellen für Bilder.

Wie sie funktioniert

Generative Modelle lernen die statistische Struktur ihrer Trainingsdaten. Ein Sprachmodell sagt etwa das jeweils wahrscheinlichste nächste Wort voraus und erzeugt so zusammenhängende Texte[2].

Die Steuerung erfolgt über Prompts – die Qualität der Eingabe beeinflusst das Ergebnis stark. Für faktentreue Anwendungen wird generative KI oft mit geprüftem Wissen kombiniert (RAG).

Was generative KI kann

Text
Entwürfe, Zusammenfassungen, Übersetzungen und Antworten erstellen.
Bild
Grafiken und Produktbilder aus einer Beschreibung generieren.
Code
Programmcode vorschlagen, erklären und Fehler finden.
Dialog
Chatbots und Assistenten, die natürlich antworten.

Vorteile & Grenzen

Vorteile
  • Spart Zeit bei Inhalten, Entwürfen und Recherche
  • Senkt Kosten für Routine- und Standardaufgaben
  • Skaliert und ist rund um die Uhr verfügbar
  • Mit Claude und CH/EU-Hosting datenschutzfreundlich nutzbar
Grenzen & Risiken
  • Kann plausibel klingende Fehler erzeugen («Halluzinationen»)
  • Qualität hängt von Prompt und Modell ab
  • Urheber- und Datenschutzfragen beachten
  • Ergebnisse brauchen menschliche Kontrolle

Häufig gestellte Fragen

Was ist Generative KI?
Generative KI erschafft selbst etwas Neues – einen Text, ein Bild, eine Tonspur oder Programmcode – statt bestehende Daten nur zu analysieren. Möglich wird das durch grosse Modelle, die die Struktur riesiger Datenmengen gelernt haben und daraus plausible neue Ergebnisse ableiten.
Was sind Beispiele für generative KI?
Bekannte Beispiele sind Sprachmodelle wie Claude für Texte und Dialoge, Bildgeneratoren für Grafiken sowie Code-Assistenten. Sie alle erzeugen neue Inhalte aus einer Eingabe.
Wie unterscheidet sich generative KI von «normaler» KI?
Klassische KI analysiert und ordnet ein (z. B. Spam-Erkennung). Generative KI erzeugt neue Inhalte. Beide beruhen auf maschinellem Lernen, haben aber unterschiedliche Ziele.
Ist generative KI zuverlässig?
Sie ist sehr leistungsfähig, kann aber plausibel klingende Fehler erzeugen. Für verlässliche Ergebnisse braucht es gute Prompts, gegebenenfalls geprüftes Wissen (RAG) und menschliche Kontrolle.
Wie können KMU generative KI nutzen?
Etwa für Texterstellung, Zusammenfassungen, Kundenservice-Chatbots, Übersetzungen oder Entwürfe. Wichtig sind ein klar abgegrenzter Anwendungsfall und ein datenschutzkonformes Setup.

Quellen

  1. Wikipedia: Generative künstliche Intelligenz – de.wikipedia.org/wiki/Generative_k%C3%BCnstliche_Intelligenz
  2. IBM: What is generative AI? – www.ibm.com/think/topics/generative-ai
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