Datenschutzgesetz (DSG)

auch: revDSG · revidiertes Datenschutzgesetz · nDSG

Kurz gesagt: Das Datenschutzgesetz (DSG) regelt in der Schweiz den Umgang mit Personendaten. Das revidierte DSG ist seit dem 1. September 2023 in Kraft und stärkt die Rechte betroffener Personen.

Das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) schützt die Persönlichkeit und Grundrechte von Personen, deren Daten bearbeitet werden. Das totalrevidierte DSG gilt seit dem 1. September 2023 und ist näher an die europäische DSGVO gerückt. Für KMU bedeutet das konkrete Pflichten bei Website, Formularen, Cookies und beim Einsatz von KI.

Definition

Das Datenschutzgesetz regelt die Bearbeitung von Personendaten durch private Personen und Bundesorgane und schützt die Persönlichkeit der betroffenen Personen[1]. «Bearbeiten» umfasst jeden Umgang mit Daten – vom Erheben über das Speichern bis zum Löschen.

Es ist kein Hindernis für die Digitalisierung, sondern ein Rahmen für vertrauenswürdigen Datenumgang.

Das revidierte DSG

Das revidierte DSG (revDSG) gilt seit dem 1. September 2023[2]. Zentrale Neuerungen sind unter anderem: erweiterte Informationspflichten bei der Datenbeschaffung, «Privacy by Design and by Default», ein Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten und höhere Bussen bei Verstössen.

Anders als die DSGVO richten sich Bussen im DSG primär gegen verantwortliche natürliche Personen, nicht gegen das Unternehmen.

Pflichten für KMU

Datenschutzerklärung
Transparent informieren, welche Daten zu welchem Zweck bearbeitet werden.
Datensicherheit
Angemessene technische und organisatorische Schutzmassnahmen treffen.
Bearbeitungsverzeichnis
Übersicht der Datenbearbeitungen führen (mit Ausnahmen für kleine Unternehmen).
Betroffenenrechte
Auskunft, Berichtigung und Löschung auf Anfrage ermöglichen.

DSG & Künstliche Intelligenz

Beim Einsatz von KI ist entscheidend, welche Personendaten an ein Modell übermittelt werden und wo diese verarbeitet werden. Transparenz, Verhältnismässigkeit und Datensparsamkeit sind Pflicht.

Mit Hosting in der Schweiz oder der EU, klar begrenztem Datenzugriff und sauberer Information lässt sich der Einsatz von KI-Agenten und Chatbots datenschutzkonform gestalten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Datenschutzgesetz (DSG)?
Das DSG regelt in der Schweiz den Umgang mit Personendaten und schützt die Persönlichkeit der betroffenen Personen. Es legt fest, wie Daten erhoben, gespeichert und genutzt werden dürfen.
Seit wann gilt das revidierte DSG?
Das totalrevidierte Datenschutzgesetz (revDSG) ist seit dem 1. September 2023 in Kraft. Es stärkt die Rechte betroffener Personen und nähert sich der europäischen DSGVO an.
Was ist der Unterschied zwischen DSG und DSGVO?
Das DSG ist das Schweizer Datenschutzgesetz, die DSGVO das EU-Recht. Sie sind ähnlich, aber nicht identisch. Schweizer Unternehmen, die EU-Bürger ansprechen, können zusätzlich der DSGVO unterliegen.
Was muss ein KMU für das DSG tun?
Wichtig sind eine transparente Datenschutzerklärung, angemessene Datensicherheit, gegebenenfalls ein Bearbeitungsverzeichnis und die Wahrung der Betroffenenrechte wie Auskunft und Löschung.
Ist der Einsatz von KI DSG-konform?
Ja, bei sauberer Umsetzung. Entscheidend sind Transparenz, Verhältnismässigkeit und die Kontrolle, welche Daten an das Modell gehen. Hosting in der Schweiz oder der EU und begrenzter Datenzugriff helfen dabei.

Quellen

  1. Wikipedia: Datenschutzgesetz (Schweiz) – de.wikipedia.org/wiki/Datenschutzgesetz_(Schweiz)
  2. Fedlex: Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG, SR 235.1) – www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2022/491/de
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